Erwachsene

Clare Youngs- Taschenlust

Nein, dies ist kein Roman, sondern ein Buch über das herstellen von Taschen.
Frauen und Taschen, von jeher ein Thema für sich.Welche Frau kann einer neuen Tasche nicht widerstehen. Hier kommen alle Taschenliebhaberinnen und Liebhaber auf ihre Kosten.
Von einfach und schnell bis ausgefeilt und extravagant ist alles dabei. Die Modelle sind gut beschrieben und leicht nachzuarbeiten. Für Nähanfänger und für Profis ist ein schneller Erfolg garantiert. ….und wann machen Sie Ihre neue Tasche.
Ich bin dabei!

Bettina Storks- Das Haus am Himmelsrand

Was zunächst eine schön romantischen Roman vermuten lässt, entpuppt sich als sehr spannende Familiengeschichte:
Lizzy wird an das Sterbebett ihres weit über 90 jährigen Großvater gerufen. Er bittet sie aus dem Familienlandsitz, dem Haus am Himmelsrand, Papiere zu holen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Zunächst kann sie nichts mit den Geldüberweisungen und Inventarlisten aus den 40 ziger Jahren anfangen. Sie beginnt ihre Mutter zu fragen, die ihr auch nur bedingt Auskunft geben kann. Der Tag der Testamentseröffnung hält dann die Überraschung parat, Miterben sind noch zwei Menschen, die in den Papieren des Großvater erwähnt werden. Wie sich herausstellt erben sie den Landsitz, der mehre Millionen wert ist. Lizzy ist nun sehr interessiert und forscht nach der Familiengeschichte bis zurück ins dritte Reich.
Klug geschrieben, spannend mit einem überraschenden Ende verführt das Buch zum Lesen.

Chris Pavone- Das Manuskript

Isabell Reed, einst der Superstar unter den Lektoren ist nicht mehr auf der Höhe ihrer Karriere, neue junge ehrgeizige Menschen arbeiten sich an die Spitze. Eines Tages liegt allerdings das Manuskript auf ihrem Schreibtisch, das für jeden Lektor und jeder der damit zu tun hat, ein Lottogewinn ist Der anonyme Autor hat eine Biographie über einen der wichtigsten Medienmogule in den USA geschrieben. Neben der wirklich unschönen Machenschaften während seiner Laufbahn, steht am Anfang seiner Laufbahn eine fahrlässige Tötung, die Dank des Vaters, einem CIA Mann, gut vertuscht wird. Diese Biographie ist für einen Mann, der ein politisches Amt anstrebt das Aus schlechthin.
Nicht nur Isabel Reed hat das Manuskript, sondern auch Menschen in ihrem Umfeld haben sich das Manuskript angeeignet. Über kurz oder lang bezahlen fast alle, die mit der Enthüllungsstory zu tun haben, mit dem Leben. Auch Frau Reed ist auf der Flucht und oft ist nicht zu unterscheiden, wer ist gut und wer ist böse.
Ein überaus spannendes Buch, dass fundierte Einblicke in die Arbeit von moderner Überwachung gibt.

Frederik Backman - Ein Mann namens Ove

Wer einen Nachbar wie Ove hat braucht keine Feinde mehr. Jeden Morgen um halb sechs macht er seinen Kontrollgang durch die Siedlung, ärgert sich schon morgens über die Falschparker, die er selbstverständlich aufschreibt.
Ove weiß genau, dass er ein Mann ist der in schwarz und weiß denkt. Nur seine über alles geliebte Frau war die Farben seines Lebens. Nur ein halbes Jahr nach ihrem Tod verliert er seine Arbeit von jetzt auf gleich. Vor dem Nichts stehend beschließt Ove zu sterben. Alle Versuche scheitern, denn irgendwie hat die neue Nachbarin, eine junge Mutter mit einem Trottel als Ehemann, ihn ins Herz geschlossen und einen sechsten Sinn für seine Selbstmordabsichten. Ständig kommt etwas dazwischen und immer wird er gezwungen noch etwas auf seine ganz eigene Art zu erledigen.
Am Ende des Buches haben wir Leserinnen und Leser Ove ins Herz geschlossen, denn mit einem Nachbarn wie Ove kann einem nicht viel passieren
Schon lange habe ich nicht mehr so viel Vergnügen an einem Buch gehabt, wie mit diesem. Frederik Backman hat mit seinem besonderen Humor und einem unvergleichlich liebevollem Erzähltalent ein ungewöhnliches Buch geschaffen. Unbedingt Lesen!

Eric Berg - Das Nebelhaus

Als ich das Buch las, schlug mein Buchhändlerinnenherz sofort höher, das Buch wird ein Hit. So ist es tatsächlich gekommen. In kürzester Zeit ist „Das Nebelhaus„ die Bestsellerlisten hinaufgeklettert.
Dora Kagel, eine Journalistin, wird beauftragt über die „Blutnacht von Hiddensee„ zu schreiben. Sie ist nicht gerade begeistert, waren doch alle Fakten klar: drei Menschen wurden erschossen und eine Person liegt im Koma. Die Polizei hatte auch nichts weiter herausgefunden. Also gut, Job ist Job und sie macht sich an die Recherche und gerät zunehmend tiefer in eine abgründige Geschichte. Acht Menschen, in ihrer Jugend sehr eng befreundet haben sich aus den Augen verloren. Internet macht es möglich, die acht finden sich wieder und verabreden sich zu einem Wochenende auf Hiddensee. Was so vielversprechend anfängt endet in einer Katastrophe.
Ein neuer Stern am deutschen Krimihimmel. Wer anfängt zu lesen, kann nicht mehr aufhören.